Samstag, 29. März 2025

Kaktus, Sekt und Sonnenuntergang

Der letzte Tag auf Lanzarote beginnt früh, denn um 10:00 Uhr heißt es Check-out aus der Villa Blanca. Doch bevor es zum Flughafen geht, bleibt noch Zeit für einen besonderen Stopp: das Kaktusmuseum. Größer als gedacht. Die skurrilsten stacheligen Gewächse versammeln sich, von winzigen Mini-Kakteen bis zu gigantischen Exemplaren, die aussehen, als wären sie direkt aus einem Westernfilm entsprungen. Die Jahreszeit ist scheinbar gut, es haben einige Kakteen geblüht.
Die Gestaltung der Anlage machte César Manrique. Warum wundert mich das nicht? 😉







Zum Abschluss der Reise geht es nach Arrecife, eine Stadt ohne besondere Eigenschaften. Das höchste Gebäude der Stadt ist ein Hotel mit Blick über die Küste und das Meer. 17 Blue Sky, ein schöner Rahmen für einen besonderen Moment: Hochzeitstag feiern in luftiger Höhe. 6 Jahre Ehe und 31 Jahre Beziehung. Keine bessere Gelegenheit, um noch einmal auf die gemeinsame Zeit anzustoßen und Lanzarote mit Stil Lebewohl zu sagen.




Am Flughafen tranken Robert und ich einen Becher Sekt zum Abschied. Gläser? Fehlanzeige. Doch das hält uns nicht davon ab, auf eine wunderbare Reise anzustoßen. Manchmal zählt nicht das perfekte Ambiente, sondern der Moment selbst. Und ich sage doch immer: "Reisen ist einfach unwürdig geworden."


Die Sonne machte uns ein besonderes Geschenk: ein Sonnenuntergang aus dem Flugzeugfenster. Während die letzten Strahlen über den Wolken leuchten, verabschieden wir uns von den Erinnerungen auf Lanzarote in den Farben, die diese Insel so einzigartig machen – ein goldener, roter und oranger Gruß aus der Ferne.


Hasta luego, Lanzarote – wir sehen uns wieder!

Freitag, 28. März 2025

an das Tagebuch

Liebes Tagebucht!
Ich werde dich sicherlich nie mehr alleine zurücklassen. Ich habe dir so viel zu erzählen. 
Bis bald.
Bussi



der letzte Tag zeigt sich sonnig und windstill

Der letzte ganze Tag auf Lanzarote beginnt mit einer Überraschung: Sonne – von der Früh weg! Nach all den Tagen mit wechselhaftem Wetter zeigt sich die Insel endlich in strahlendem Licht. Doch die Freude ist zwiespältig. In der Sonne ist es brütend heiß – eine Herausforderung für meine bereits angeschlagene Haut. Im Schatten dagegen ist es angenehm kühl, aber leider auch ein Stimmungskiller. Ein Tag voller Gegensätze.


Robert und ich entscheiden uns, in der Villa Blanca zu bleiben, genießen die Ruhe und lassen die letzten Tage Revue passieren. Am Nachmittag zieht es mich doch noch hinaus. Robert und ich machen einen Spaziergang zum Meer. Die Wellen kleschen unsanft an die Küste. Das Meer ladet nicht zum Schwimmen ein. Ich nehme mir einen Moment, um einfach nur dazustehen und den Blick über den Atlantik schweifen zu lassen. Ein Abschiedsmoment. Ich beschließe nochmals zu kommen, ohne Hautproblem und ohne die Sorgen um Mutti, die sich gerade einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen hat.


Den krönenden Abschluss des Tages gibt es in der Casa de la Playa in Arrieta. Ein gemütliches Restaurant direkt am Wasser. Robert und ich essen Oktopus und eine Paella dazu einen Wein aus der Region. Als Nachtisch gönnte ich mir einen Barraquito.



Donnerstag, 27. März 2025

Kontraste: Höhle - Haus La Gomar zum Wein El Grifo

Der heutige Ausflug führt mich tief in die faszinierende Unterwelt Lanzarotes: die Cuevas de los Verdes. Ein wahres Naturwunder, entstanden aus erstarrter Lava, die sich vor Tausenden von Jahren ihren Weg unter der Erde bahnte. Das Höhlensystem erstreckt sich kilometerweit, doch nur ein Teil ist für Besucher zugänglich.


Nach der Dunkelheit kommt Sonnenlicht. Robert bringt mich zum berühmten Haus La Gomar, einst im Besitz von Omar Sharif. Die Geschichte ist so kurios wie das Haus selbst: Der Schauspieler soll es bei einer Partie Bridge verloren haben nach nur einem Tag des Kaufes. Legende? Wahrheit? Inmitten von Vulkangestein und clever in die Landschaft integriert, beeindruckt das Anwesen mit seiner eleganten Architektur und atemberaubenden Aussichten. Ein Ort voller Charme und Geschichte. Hier hatte wieder Cesar Manrique die Hände im Spiel. Wundert mich nicht.







Mittagspause in Teguise, der ältesten Stadt der Insel. Zum dritten Mal macht Robert mit mir hier Stopp. Diese Stadt vermittelt Ruhe und zeigt viel Atmosphäre. Die weiß getünchten Häuser und schmale Gassen machen den Ort perfekt für eine kleine Pause. Nach einem köstlichen Essen bleibt noch Zeit, eine Boutique zu durchstöbern und fündig zu werden.




Weiter geht es zum Monumento al Campesino. Heute, um das Museum über die harte Arbeit der Bauern auf dieser trockenen Insel kennen zu lernen. Es gab nicht viel zu erkunden. 



In der ältesten Bodega der Insel, El Grifo, tauche ich in die Welt des kanarischen Weins ein. Umgeben von schwarzen Lavafeldern, in denen die Reben geschützt in halbrunden Steinmauern wachsen, probiere ich einige der besten Tropfen Lanzarotes. Dazu gibt es köstlichen lokalen Käse – eine perfekte Kombination und ein wunderbarer Abschluss des Tages. Mein Favorit war der Rosé. El Grifo heißt übersetzt Wasserhahn. Ich habe noch keine Erklärung dazu.



Lanzarote zeigt sich wieder einmal von seinen vielfältigsten Seiten – geheimnisvoll, geschichtsträchtig und voller Genuss.



Lanzarotes grüne Überlebenskünstler – Pflanzenpracht in der Vulkanlandschaft


Lanzarote mag auf den ersten Blick karg und von Lava geprägt sein, doch wer genauer hinsieht, entdeckt eine erstaunliche Pflanzenwelt. Palmen ragen stolz in den Himmel und trotzen Wind und Trockenheit, während unzählige Kakteen mit ihren bizarren Formen die Landschaft schmücken. Manche tragen leuchtende Blüten, andere bizarre Stacheln – wahre Meister der Anpassung.






















Besonders beeindruckend ist die unerwartete Blumenpracht, die sich in Gärten, auf Fincas oder in geschützten Ecken entfaltet. Bougainvilleen leuchten in Pink, Hibiskusblüten setzen kräftige Farbtupfer, und kleine, unscheinbare Wildblumen schaffen es, selbst zwischen dunklen Lavasteinen zu gedeihen.












Trotz des rauen Klimas zeigt Lanzarote, dass Leben überall seinen Weg findet – ein grünes Wunder inmitten der schwarzen Vulkanerde.


Der Regen der letzten Tage hat den Pflanzen der Insel sehr viel Freude bereitet.

Kaktus, Sekt und Sonnenuntergang

Der letzte Tag auf Lanzarote beginnt früh, denn um 10:00 Uhr heißt es Check-out aus der Villa Blanca. Doch bevor es zum Flughafen geht, ble...