Kein Lanzarote-Besuch wäre komplett ohne eine Begegnung mit César Manrique, dem Künstler und Visionär, der die Insel geprägt hat wie kein anderer. Mein heutiger Ausflug führt mich zuerst in sein ehemaliges Wohnhaus, das heute als Museum dient. Das Casa Museo César Manrique in Haría gibt einen sehr persönlichen Einblick in sein Leben und Schaffen. Inmitten eines Palmenhains liegt das Anwesen – schlicht, elegant und harmonisch in die Natur eingebettet. Die Räume sind voller Kunstwerke, Entwürfe und Möbelstücke, die seinen unverwechselbaren Stil widerspiegeln (vieles aus den 70igern). Hier spürt man: Manrique war nicht nur Künstler, sondern auch ein Kämpfer für den Erhalt der einzigartigen Schönheit Lanzarotes.
Nach diesem inspirierenden Besuch geht es weiter zur Fundación César Manrique in Tahíche. Das Gebäude, das auf einer erkalteten Lavafläche errichtet wurde, zeigt eindrucksvoll, wie sich Architektur und Natur verbinden können. Unter der Oberfläche befinden sich Höhlen aus Lavablasen, die zu Wohnräumen umgestaltet wurden – ein wahres Kunstwerk. In der Ausstellung begegne ich nicht nur Manriques eigenen Werken, sondern auch zeitgenössischer Kunst. Doch noch beeindruckender als die Bilder an den Wänden ist die Botschaft, die dieser Ort vermittelt: die Liebe zur Insel und die Vision, sie vor unkontrolliertem Massentourismus zu schützen.
Dieser Tag hinterlässt einen bleibenden Eindruck. César Manrique hat Lanzarote nicht nur gestaltet, sondern es auch bewahrt – sein Erbe ist hier überall spürbar. Wie kann ein Künstler so viel erreichen in den 1960/70iger Jahren? Er war gut befreundet mit Pépin Romírez dem Präsidenten der Inselregierung (1968).
Die Idee der weißen einstöckigen Häuser erinnert mich auch an Griechenland.
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