Der heutige Ausflug beginnt mit dem Monumento al Campesino, einem Denkmal, das César Manrique als Hommage an die Bauern Lanzarotes erschaffen hat. Manrique war und ist der Platzhirsch, scheinbar flogen ihm die Aufträge zu. Er war mit dem Inselregenten Pepín Romírez gut befreundet. Welch Zufall. Die weißen, abstrakten Skulpturen ragen vor dem tiefblauen Himmel in die Höhe. Das Museum besuchen wir nicht, da Roberts Tagesprogramm lang ist.
Danach geht es weiter in den Nationalpark Timanfaya, wo Robert eine Busfahrt durch die Lavalandschaft geplant hatte. Doch schon bei der Ankunft ist klar: Heute wird nichts daraus. Die Autoschlange war nicht enden wollend. Die Wartezeit scheint ins Unendliche gelegt. Also Plan B – ein Besuch im Timanfaya-Museum, wo ich die geologischen und vulkanischen Besonderheiten der Insel erfahre. Die interaktiven Ausstellungen lassen mich spüren, wie gewaltig die Kräfte waren, die Lanzarote vor Hunderten von Jahren geformt haben. Das Museum mit seinen Exponaten ist geschmackvoll kuratiert. Die Innenarchitektur gefällt mir auch sehr gut.
Nach so viel Feuer und Asche geht es weiter zu den Salinas de Janubio, wo sich eine völlig andere Landschaft bietet. Weite Salzbecken glitzern in der Sonne, während der Wind über die flache Ebene streicht. Habe ich schon erwähnt, dass der Wind eine Herausforderung für mich ist. Er bläst zu stark und zu kalt. Er geht mir auf die Nerven. Die Salzgewinnung hat hier eine lange Tradition, und das weiße Gold Lanzarotes sorgt nicht nur für köstliches Essen, sondern auch für eine beeindruckende Kulisse.
Apropos Essen – es wird Zeit für eine Pause! In Playa Blanca genießen Robert und ich unser Mittagessen mit Blick aufs Meer.
Der letzte Stopp des Tages führt mich nach El Golfo, wo die berühmte grüne Lagune liegt. Das satte Grün des Wassers, das durch Algen und vulkanische Mineralien entsteht, bildet einen faszinierenden Kontrast zum schwarzen Sandstrand und den roten Felsen im Hintergrund. Es ist, als hätte die Natur hier noch einmal alle Farben ausgepackt, um ein letztes Meisterwerk zu schaffen.
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